Knapp­schaft

Allge­meine Informationen.

Die Bundes­knapp­schaft ist die älteste Kran­ken­kasse in Deutsch­land. Sie hat ein eigenes Arzt­system entwi­ckelt, zu dem Kran­ken­häuser, Kurkli­niken, sowie nieder­ge­las­sene Haus-und Fach­ärzte gehören. Die Knapp­schaft verfügt über ein eigenes Abrech­nungs­wesen, das vom Kassen­arzt­system unab­hängig ist.

Zur Vergrö­ße­rung der Leis­tungs­fä­hig­keit und Effek­ti­vität bildeten sich vor einigen Jahren Netz­werke in bestimmten Regionen, wie beispiels­weise das Prosper­netz in Gelsen­kir­chen, zu dem auch die Watten­scheider Knapp­schafts­ärzte gehören. Das zuge­hö­rige Netz­kran­ken­haus ist das Mari­en­hos­pital in Gelsenkirchen.

Knapp­schafts­pa­ti­enten, die sich in das Netz einschreiben, haben den Vorteil, schneller bei Fach­ärzten und Fach­ab­tei­lungen inner­halb des Netztes Termine zu bekommen

und können finan­zi­elle Vergüns­ti­gungen erwarten. Nicht jeder nieder­ge­las­sene Arzt kann Knapp­schafts­arzt werden, da sich das System nicht vergrö­ßert, sondern die bestehenden Knapp­schafts­praxen, die den ehema­ligen Knapp­schafts­spren­geln zuge­ordnet wurden geben dieses Privileg an die nach­fol­genden Kollegen in der Regel weiter.

In unserer Praxis über­nahm Dr. Hein­rich Altgassen den Knapp­schafts­arzt­sitz von seinem Kollegen Brohr, der in den zwan­ziger Jahren des letzten Jahr­hun­derts bei einem Flug­zeug­ab­sturz uns Leben kam. Wir sind stolz, diese Tradi­tion seit einem guten Drei­vier­tel­jahr­hun­dert weiter fortzusetzen!

Magen- Darm­spie­ge­lung

Gastro­skopie (Magen­spie­ge­lung)

Bei dieser Unter­su­chung wird nach örtli­cher Betäu­bung und Verab­rei­chung einer Sedie­rung (“Schlaf­spritze”) ein dünner Schlauch (Endo­skop) in den Mund einge­führt und in den oberen Verdau­ungs­trakt geschoben. Dabei kann man die Struktur der Spei­se­röhre (Ösophagus) , des Magen­ein­gangs, ‑körpers und ‑ausgangs betrachten und an auffäl­ligen Stellen kleine Proben für die fein­ge­web­liche Unter­su­chung entnehmen. Durch den Magen­pförtner (Pylorus) gelangt man bis in den Zwölf­fin­ger­darm (Duodenum), wo man nicht selten Entzün­dungen und Geschwüre entde­cken kann. Auch Tests auf Magen­bak­te­rien (Heli­co­bacter pylori) können an verschie­denen Stellen entnommen werden. Die Unter­su­chung ist in der Regel nach fünf bis zehn Minuten beendet und dient unter anderem der Diagno­se­stel­lung bei Ober­bauch­be­schwerden, Reflux­be­schwerden, Gewichts­ab­nahme oder Teer­stuhl. Vor der Unter­su­chung sollte man 12 Stunden zuvor nüch­tern bleiben.

Colo­skopie (Darm­spie­ge­lung)

Hierbei handelt es sich um ein Unter­su­chungs­ver­fahren, bei dem man Krank­heiten des gesamten Dick­darms diagnos­ti­zieren kann. Man führt unter voraus­ge­hender Verab­rei­chung von Schlaf-und Schmerz­mittel einen dünnen Schlauch (Endo­skop) in den After ein und schiebt ihn vorsichtig unter Sicht und Einbringen von Luft über den Enddarm in die nach­fol­genden Dick­darm­ab­schnitte bis zur Cökalk­lappe, die den Dünn­darm vom Dick­darm trennt, etwa in Höhe des rechten Unter­bau­ches in der Nähe des Blind­darms. Bei der Unter­su­chung kann man kleine Polypen in der Darm­schleim­haut entde­cken, mit einer Schlinge abtragen und dann zur fein­ge­web­li­chen Unter­su­chung einsenden. In der Regel sind diese Polypen gutartig, können jedoch bei jahre­langem Wachstum bösartig entarten. Daher ist die Dick­darm­spie­ge­lung eine gute und effek­tive Krebs­vor­sorge, da man diese Polypen bei der Unter­su­chung direkt abtragen kann und damit die Entar­tungs­ge­fahr ausge­schaltet wird. Sie wird daher von den gesetz­li­chen Kassen ab dem 55. Lebens­jahr empfohlen und die Unter­su­chungs­kosten über­nommen. Eine Wieder­ho­lung bei unauf­fäl­ligem Befund wird nach 10 Jahren empfohlen. Außerdem lassen sich bei der Unter­su­chung Diver­tikel (Ausstül­pungen) diagnos­ti­zieren, die sich entzünden können (Diver­ti­ku­litis) außerdem kann man Entzün­dungen oder auch bösar­tige Tumore im Dick­darm­be­reich erkennen. Vor der Unter­su­chung muss der Darm voll­ständig entleert werden. Dazu wird am Tag vor der Unter­su­chung ein Abführ­mittel verabreicht.

IHRE KNAPPSCHAFTSÄRZTE IN DER UMGEBUNG

Hals-Nasen-Ohren-Heil­kunde

Joachim Sche­kel­mann
Westen­felder Str. 9
44866 Bochum
Tel. 02327  87766

Neuro­logie

Susanne Bell­mann
Graf-Adolf-Str.
17
44866 Bochum
Tel. 02327 89029

Urologie

Matthias Böhme & Heico Schäfer
Alter Markt 4
44866 Bochum
Tel. 02327 89722